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Expectations vs. Reality

Sa, 24.04.2021, 15:00 Uhr, Shedhalle & Grosse Halle

Temporäre Ausstellung
Freitag, 23. April bis Sonntag, 02. Mai 2021
15:00 Uhr bis 20:00 Uhr

 

Zehn Tage kann man den Südpol besuchen und einzelne Arbeiten von vier Künstler*innen sehen, die wegen der temporären Schliessung keinen Weg in die Öffentlichkeit fanden. Arbeiten, die warten mussten, nicht stattfinden konnten, verschoben, angepasst, erweitert oder neu überdacht werden mussten.

 

In der Grossen Halle wird eine Videoarbeit von Soraya Lutangu und Ali-Eddine Abdelkhalek gezeigt. In «Taking Care of God – A Film Installation» werden Überschneidungen zwischen der Welt der Kirche und der Clubszene erforscht. Auch spielen Fragen zu Spiritualität und Identität eine Rolle. Das Projekt, was ursprünglich letztes Jahr als Theater und Tanz Projekt und im Rahmen einer schweizweiten Tournee hätte statt finden sollen, musste verschoben werden. Soraya Lutangu und ihre Kompanie werden im Dezember 2021 dann mit ihrem originalen Projekt im Südpol zu Gast sein.

 

In der Shedhalle füllt Klangkünstler Benjamin Pogonatos den Raum mit einer Soundscape, entstanden im Labor vom Projekt «Imaginary Dancescape». Die Reihe, aus den Worten Imaginary, Dance und Soundscape ist durch die improvisatorische Bewegungspraxis «Authentic Movements» inspiriert. Die Session richtet sich jeweils an tanzinteressierte Menschen, die sich gerne zu abstrakten Klängen fern ab vom 4/4-Takt bewegen und Freude am Experimentieren haben. Von der Reihe, die in der Saison 20/21 hätte stattfinden sollen, blieben Klänge übrig, die uns mit Vorfreude darauf blicken können, dass wir bald wieder gemeinsam tanzen werden.

 

«Durch die Pandemie erlebte ich einerseits eine Art Stillstand. Viele meiner Tätigkeiten, wie beispielsweise die Imaginary Dancescape Reihe im Südpol fanden nicht statt. Andererseits hatte ich dadurch ein neues Zeiterlebnis gewonnen, welches Erinnerungen an scheinbar unendlich lange Nachmittage in meiner Kindheit wach rief. Der Soundscape für die temporäre Ausstellung «Expectations vs. Reality» soll dieses Zeitgefühl erklingen lassen. Ein scheinbar stillstehender Klangteppich, der zum Verweilen einlädt.»

 

Maya Rochat hat die Shedhalle bereits Anfang August letzten Jahres in ein begehbares Kunstwerk verwandelt. Leider haben es bis anhin, aufgrund der temporären Schliessung nur wenige Augenpaare gesehen. Maya Rochats Themen sind Wiederverwendung, Aufrüstung, Kontamination und Mutation. Sie wirft diese Begriffe in ihrer visuellen Sprache auf und sensibilisiert damit durch aktuelle ökologische, soziale und ethische Fragen. Das Publikum ist eingeladen, in das Kunstwerk einzutauchen und das Erlebte via Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #mayaallaroundme zu teilen.