Programm
Kategorie
Format
Jahr
Monat

April 2026

Mai 2026

Juni 2026

Juli 2026

August 2026

September 2026

Oktober 2026

November 2026

Dezember 2026

Residenzsharing: Elias Kurth: THRILL(ER)

Mi, 20.05.2026, 19:00 Uhr, Kleine Halle

Die Angst geht um: In einer Zeit, in der Furcht politisch und ökonomisch instrumentalisiert wird, bedeutet ihre Kontrolle Macht. Angetrieben von der Aufmerksamkeitsökonomie vermischen sich reale Gefahren mit übertriebenen oder irrationalen Ängsten. Das Resultat ist omnipräsentes Misstrauen und ein gesellschaftlicher Zustand permanenter «Anxiety». Die Performance THRILL(ER) untersucht diese Mechanismen der Verunsicherung sowie die daraus entstehende Spannung (Suspense) und ihre körperliche Wirkung.

 

Der simultan getanzte, gespielte und erzählte Solo-Thriller überträgt im Zusammenspiel von Tanz, Theater, Sound und Objekten eine vom Filmgenre Thriller inspirierte Atmosphäre in den Bühnenraum. Im Zentrum steht die Kreation einer machiavellischen Figur mit einer Bewegungssprache, die zugleich fasziniert und verstört. Abseits gewohnter Logik seziert der Choreograf Elias Kurth mit diesem inkohärenten Protagonisten die zeitgenössische Wahrnehmung im Post-Truth-Zeitalter. Die Inszenierung einer düsteren Szenerie durch multiple Narrative verschiebt konstant die Lesart zwischen Bild, Handlung, Performance und Intention der Figur. Inmitten dieser diffusen Unsicherheit und des sich anstauenden Unbehagens beginnt die Jagd nach dem «Thrill» – als vibrierendes und hoffnungsvolles Versprechen eines «anderen Ausgangs».

 

KURZ GESAGT

Ein Choreograf erforscht zum Thema Angst das Gefühl von Spannung (Suspense) und kreiert als Tänzer eine machiavellische Figur und Körpersprache. Wie kann im Zusammenspiel von Tanz, Theater, Sound und Objekten eine vom Filmgenre Thriller inspirierte Atmosphäre entstehen? Das Projekt steht am Anfang der Kreation und es werden erste tänzerische und musikalische Fragmente mit den Besuchenden geteilt.

 

RESIDENZSHARING

Am Südpol haben Künstler*innen – in einer sogenannten Residenz – Zeit und Raum, um an Neuem zu arbeiten: Sie entwickeln, probieren aus, verwerfen und erfinden neu, unterstützt und begleitet vom Südpol-Team. Das Residenzsharing ist eine Einladung zu beiderseitigem Austausch: Die Künstler*innen teilen den aktuellen Stand ihrer Arbeit mit dem Publikum und das Publikum teilt erste Eindrücke davon mit den Künstler*innen.

Information

Eintritt: Eintritt frei
Beginn: 19:00 Uhr

CREDITS

Elias Kurth, Choreografie, Performance, Text, Szenografie

Daniel Steiner, Live-Sound

Nik Friedli, Lichtdesign, Szenografie, Technik

Servulo Mendez, Make-Up, Styling

Recherche, Hannah Strothmann

I-Fen Lin und Lisa Stepf, Outside Eyes

Parfum du Moment, Produktion

Elias Kurth, Fotocollage

ZUM KÜNSTLER

Elias Kurth ist ein in Aarau und Marseille lebender Choreograph und Künstler. Er studierte zeitgenössischen Tanz an der London Contemporary Dance School, Architektur an der UdK in Berlin und arbeitet europaweit als Tänzer und Architekt. In seiner interdisziplinären Arbeitsweise verknüpft er individuelle Fantasien mit sozialen Realitäten. Mit Performances wie «Broken Spaces Are More Likely», oder «Landscape of Hyper» erforscht er die Wahrnehmung von Zwischenräumen und wie das Auflösen von Grenzen, die Symbiose von Bewegung, Raum und Technologie Gefühle, Präsenz und das kollektive Bewusstsein verändern.

 

Webseite

Instagram

Vimeo

Produktionspartner*innen

Bühne Aarau

Unterstützt von

Aargauer Kuratorium, Stiftung Lebensraum Aargau, Ruth und Edith Suter-Stiftung, Anne-Marie Schindler Stiftung

SPRACHE

Deutsch und Englisch

DAUER

45 Minuten