Das Haus
Der Südpol fördert, produziert, kuratiert und veranstaltet Kultur von der Nische bis Pop. Das Kulturhaus programmiert seit 2008 gegen den breiten Strom und doch mit feinem Gespür für das, was gerade pulsiert und bewegt. Mit jährlich 300 Veranstaltungen, die rund 40’000 Gäste besuchen und den über 20’000 Gästen im Bistro und an der Buvette, ist der Südpol ein fester Bestandteil des Luzerner Kultur- und Gesellschaftslebens. Mit drei Veranstaltungshallen, dem Club, dem Bistro und der Buvette mit Open-Air-Bühne bietet der Südpol verschiedenste Räume und Angebote.
Der Südpol hat einen Leistungsauftrag der Stadt Luzern, wird von ihr finanziell unterstützt und fördert damit professionelles Kulturschaffen in den Darstellenden Künsten und der Musik. Es veranstaltet Koproduktionen, Gastspiele, Konzerte, Festivals, Residenzsharings und Clubnächte – und bringt damit zeitgenössisches Kunst- und Kulturschaffen sowie gesellschaftspolitische Themen auf die Bühnen. Es bietet Raum für verschiedene Facetten des Kulturlebens: vom Metal-Festival über Dragshows bis zum Politpodium, von der Kinderdisco bis zur Tanzperformance. Ergänzend zum eigenen kulturellen Programm bietet es externen Partner*innen ideale Räumlichkeiten für Tagungen, Events, Firmen- und Personalanlässe.
Der Südpol ist als Verein organisiert. Er wird von einem sechsköpfigen Vorstand geleitet, der für die Besetzung der Gesamtleitung des Südpols und die strategische Ausrichtung verantwortlich ist. Das Haus beschäftigt rund zwanzig Mitarbeitende im künstlerischen, technischen, gastronomischen und administrativen Bereich sowie rund vierzig Freelancer.
Der Südpol ist direkt am Freigleis gelegen, das Luzern, Kriens und Horw über eine Langsamverkehrsachse miteinander verbindet. Das Kulturhaus ist wichtiger Treffpunkt und Impulsgeber im aufstrebenden Quartier Luzern Süd.
Geschichte
Seit Februar 2008 wird ein Teil des ehemaligen Schlachthauses an der Arsenalstrasse 28 in Kriens durch den Verein Südpol Luzern bespielt. Grundlage ist der Gebrauchsleih- und Subventionsvertrag von der Stadt Luzern und der Auftrag, in den Räumlichkeiten einen öffentlich zugänglichen Mehrspartenkulturbetrieb zu führen. Der Bau, der den Südpol beherbergt, wird seit der Eröffnung von vier weiteren Parteien mitgenutzt: Dem Luzerner Theater, der Musikschule Stadt Luzern, der Bürgermusik und dem Jugendblasorchester (JBL).
Schon in den ersten Jahren gelang der Aufbau eines kontinuierlichen Veranstaltungsbetriebs mit erfreulichen Besucher*innenzahlen, die Lancierung innovativer Formate und die Implementierung von Förderplattformen für die regionale Tanz- und Theaterszene.
Das Jahr 2018 markierte eine Zäsur: Der geschlossene Rücktritt des gesamten Vorstands sowie die Kündigung der Geschäftsleitung führten zu einer Phase der Neuorientierung. Im August trat ein neu gewählter Vorstand sein Amt an und entwickelte ein überarbeitetes Betriebskonzept, das unter anderem die klassische künstlerische Leitung durch ein mehrköpfiges Künstlerisches Gremium ersetzte. Mit der Zustimmung des Stadtparlaments zum Subventionsvertrag mit Leistungskomponente für die Periode 2019 bis 2022 wurde eine stabile Grundlage für die Weiterentwicklung geschaffen. Es gelang, den Betrieb nahtlos aufrechtzuerhalten und gleichzeitig strukturell zu erneuern.
Im September 2020 sind auf dem «Kampus Südpol» in direkter Nachbarschaft das Luzerner Sinfonieorchester und die Hochschule Luzern Musik eingezogen. Seither ist ein kultureller Hotspot entstanden, der den Austausch zwischen Institutionen fördert und neue Synergien ermöglicht.
Heute – über 15 Jahre nach der Gründung – präsentiert sich der Südpol als etablierter und breit verankerter Kulturort. Der Betrieb ist stabil, die Ausrichtung geschärft, und das Haus ein zentraler Ort für zeitgenössische Bühnenkunst, Musik und gesellschaftlichen Dialog in Luzern und darüber hinaus. Der Südpol entwickelt sich kontinuierlich weiter – getragen von künstlerischer Neugier, institutioneller Erfahrung und einem Publikum, das diesen Ort mitprägt.