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«Sad Irons» schafft ein intimes Universum, in dem Körper, Objekte und Raum in einem zarten Zustand des Wandels existieren: Ein altes Fenster und ein Holzkohle-Bügeleisen werden zu Portalen in diese Welt und prägen deren Atmosphäre, Bewegung, Beziehungen und Figuren. Durch sie entsteht langsam ein Bild – haptisch, vertraut und ein wenig unheimlich.
Das Werk lässt sich vom häuslichen Leben des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts inspirieren, als Gegenstände wie diese Teil der täglichen Arbeit von Frauen waren. Die Gesten, Routinen und die Atmosphäre rund um diese Arbeit prägen die Schaffung einer Welt, die sich intim, vertraut und ein wenig von der Gegenwart losgelöst anfühlt.
Die Gegenstände werden Teil dieser Welt und prägen die körperlichen Beziehungen der Tänzer*innen, ihre Rituale und den Raum, den sie bewohnen.
Das Sharing dauert 30 Minuten und gibt einen Einblick in die aktuelle Arbeit. Im Anschluss findet ein Nachgespräch mit den Künstler*innen zum gemeinsamen Austausch statt.
Giusy Fanaro und Camille Zeny sind Tänzerinnen und aufstrebende Choreografinnen sowie Absolventinnen des Bachelor-Studiengangs Zeitgenössischer Tanz an der Zürcher Hochschule der Künste. Ausgehend von ihrer Erfahrungen als Frauen in der Kunst streben sie danach, Werke zu schaffen, die gesellschaftlich relevant sind und gleichzeitig in ihren Perspektiven verwurzelt sind.
Giusy Fanaro ist eine in Italien geborene Tänzerin, Choreografin und Pädagogin, die in der Schweiz lebt. Nach Abschluss ihrer Ausbildung an der Scuola Balletto di Roma, der AED Livorno und ihrem Studium an der ZHdK, ist sie als freischaffende Künstlerin in der schweizerischen und internationalen Tanzszene tätig. Sie hat mit Choreografen wie Nadav Zelner, Luca Signoretti, Caroline Finn, Ihsan Rustem und Tabea Martin zusammengearbeitet und war unter anderem bei den Compagnien Snorkel Rabbit und Leeman Physical Dance Theater tätig. In ihren Choreografien beschäftigt sie sich vor allem mit den Themen Identität, Zeit und inneren Konflikten und verbindet dabei häufig körperliche Intensität mit introspektiver Erzählkunst.
Camille Zany ist eine zeitgenössische Tänzerin aus der Schweiz, die ihre Ausbildung in Lausanne begann. Nach dem Abschluss ihres Bachelorstudiums an der ZHdK in Zürich absolvierte sie ihr Praktikum bei der St. Gallen Dance Company unter der künstlerischen Leitung von Kinsun Chan. Ab der Spielzeit 2022/23 war sie drei Spielzeiten lang Ensemblemitglied am Theater Pforzheim, wo sie Werke von Guido Markowitz sowie von Gastchoreografen wie Damian Gmür und Sita Ostheimer aufführte. Während dieser Zeit choreografierte sie zudem ein Stück für den „Abend der jungen Choreografen“ des Theaters. Für die Spielzeit 2025/26 wechselte sie zum Ballett Hagen unter der künstlerischen Leitung von Taulant Shehu, wo sie Stücke von Eyal Dadon tanzte und eine neue Kurzchoreografie mit dem Titel „Hold32“ für den Abend „piVOT“ entwickelte.
| Giusy Fanaro | Konzept und Performance |
| Camille Zany | Konzept und Performance |
| Tanaka Lionel Roki | Video und Foto |
Am Südpol haben Künstler*innen – in einer sogenannten Residenz – Zeit und Raum, um an Neuem zu arbeiten: Sie entwickeln, probieren aus, verwerfen und erfinden neu, unterstützt und begleitet vom Südpol-Team. Das Residenzsharing ist eine Einladung zu beiderseitigem Austausch: Die Künstler*innen teilen den aktuellen Stand ihrer Arbeit mit dem Publikum und das Publikum teilt erste Eindrücke davon mit den Künstler*innen.
| Türöffnung | 19:00 |
| Dauer | 30 Minuten Sharing + 30 Minuten Gespräch |