Grüsse aus dem Homeoffice: <em>Raphael Spiess</em>

GRÜSSE AUS DEM HOMEOFFICE

 
Raphael Spiess
Künstlerisches Gremium, Leitung Musik
 
Wie hast du deinen Weg in den Südpol gefunden?
 
R: Relativ rasch nach der Eröffnung des Südpols habe ich als Gastveranstalter angefangen, monatliche Clubreihen (u.a. Global Ghetto Anthems) im Club zu veranstalten und war einige Zeit später daneben als Freelancer hinter der Bar anzutreffen. Die damalige Geschäftsleitung bot mir 2016 an, den Club im Mandat zu betreuen, daraus resultierte dann drei Jahre später meine aktuelle Anstellung. Ich kenne so gesehen nicht jede Schraube im Haus, aber fast.
 
Du bist schon länger ein Teil vom Südpol. Früher mit eigenen Projekten, dann als Leitung Club und seit letztem Herbst bist du neu auch noch für Konzerte verantwortlich. Was hast du vor?
 
R: In Bezug auf Clubbing war der Club ja bis zur vorübergehenden Schliessung ein beliebter Treffpunkt für Techno-Liebhaber, auch dank unserer tollen Produktionspartner. Dies soll nach der Wiedereröffnung natürlich gerne nahtlos so weitergehen. Ich versuche aber auch den Club für andere Zielgruppen, Urban/Hip Hop/Dancehall etwa, attraktiv zu machen. Im Konzertbereich sieht es aktuell ja nicht danach aus als wären viele internationale Bookings möglich, somit werden wir versuchen möglichst lokale und nationale Künstler*innen zu unterstützen und Ihnen eine Bühne zu bieten. Der Konzertbereich wird aber definitiv stärker ausgebaut.
 
Auf was freust du dich, wenn die Home- oder Studiooffice Zeiten vorbei sind?
 
R: Ich freue mich darauf mit meinen Arbeitskolleg*innen am Feierabend im Club ein, zwei Biere zu trinken und vor allem darauf, wieder Gastgeber sein zu dürfen und unsere Gäste wieder im Haus zu begrüssen. Es gibt nichts schöneres als an einem Club- oder Konzertabend hinter der Bar zu stehen und mitzuerleben, wie man hier Spass haben kann.
 
Welche Visionen hast du für den Südpol?
 

R: Der gesamte Musikbereich soll noch stärker ausgebaut werden. In Zusammenarbeit mit unseren Produktionspartnern sollen im ganzen Haus unvergessliche Clubnächte und wunderschöne Konzerte stattfinden. Der Südpol soll darüber hinaus als Produktionsort für Kultur in ihrer kompletten Bandbreite noch stärker wahrgenommen werden. Das Haus soll Treffpunkt werden für Kulturinteressierte aus der ganzen Schweiz. Man soll sich hier willkommen fühlen, arbeiten und sich austauschen können und allem voran, Kultur erleben können. Ein Spielplatz für Junge und Junggebliebene sozusagen! Daran arbeiten wir sowohl in kommunikativer Hinsicht als auch mit gewissen baulichen Massnahmen.

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