Fragen über Fragen

Es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass auch während dieses Sommers eine Buvette unseren Vorplatz bereichern wird und unsere Gäste einlädt, sommerliche Getränke und Snacks in einem naturnahen Umfeld zu geniessen. Im Unterschied zum letzten Sommer haben wir uns gegen den kleinen, aber schmucken grünen Peugeotwagen entschieden und setzen stattdessen auf eine permanente Lösung. Wir dürfen somit ein spannendes Projekt realisieren, welches Mitte dieses Jahres mit einer neu gebauten Buvette seinen Abschluss finden soll.

 

Das Projekt «Buvette» hat uns in den letzten Monaten intern sehr beschäftigt. Dank dieses Projekts konnten wir uns einerseits fragen, welchen Platz dieser Raum innerhalb des Südpols haben soll, welchen Zweck er erfüllt und wie wir ihn nutzen wollen, um uns besser mit unseren Gäst*innen zu verbinden. Was wir uns wünschen, ist, dass dieser neue Raum als Brücke dienen soll und Lust macht, die Treppe nach oben zu gehen und mit einem Glas in der Hand zu erkunden, was in unseren Räumen vor sich geht.

 

Andererseits beschäftigten uns ganz praktische Dinge, welche mit der Entstehung eines solchen Projekts einhergehen. Wie soll die visuelle Gestaltung der Buvette aussehen, wer kümmert sich um den Papierkram? Um welchen Papierkram muss sich überhaupt gekümmert werden? Wo soll die Buvette platziert werden und wie baut man sie denn letzten Endes? Um eine Buvette gastronomisch zu bedienen, bedarf es einer guten Organisation und Know-How. Mit der Planung und Umsetzung baulicher Massnahmen eröffnet sich allerdings ein Feld, welches in einem Kulturhaus nicht unbedingt zum Alltag gehört. Es hat sich in der Zusammenarbeit gezeigt, dass jede*r von uns verborgene Talente oder einen Wissensschatz über andere Gebiete hat, die beim Bau einer Buvette hilfreich sind. So konnte der Grundstein gelegt und die Planung weitergeführt werden.

 

Wir kümmerten uns also um sehr konkrete und auch ästhetische Fragen. Es wird über die optische Aufmachung diskutiert. Wie soll dieser Bau aussehen? Ist eine Eingliederung in das bestehende Landschaftsbild wichtig oder gar unumgänglich? Wie gross soll die Buvette werden? Funktionalität über Erscheinung? Dann sprechen wir über das Dach. Welche Dacharten gibt es? Warum ist ein Pultdach besser als ein Satteldach? Wie entscheiden wir uns bezüglich der Aussenverkleidung? Welches Material ist das richtige, in Sachen Dämmung aber auch bezüglich des Aussehens? Wenn wir uns für Holz entscheiden, wie soll der Schnitt sein? Rhombus oder doch Kanthölzer? Fragen über Fragen, die uns im Moment beschäftigen und uns die Möglichkeit geben, uns mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen und unbekanntere Pfade zu begehen. Diese vielen Entscheidungen zu treffen, ist zudem einerseits Herausforderung, andererseits eine willkommene Form der Gestaltungsmöglichkeit. Wir freuen uns schon jetzt, euch das Resultat dieses Prozesses zu präsentieren und mit euch im Sommer 2021 darauf anzustossen.

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